BauKalko speichert keine erfundenen „Marktpreise“. Für jede Referenzklasse werden konkrete öffentliche Händlerbeobachtungen mit Datum und Quelle erfasst, auf dieselbe Einheit normalisiert und als Mittelwert, Median und Spanne ausgewertet.
Ziel der Datenbank
Viele Mengenrechner enden bei „12,5 m²“ oder „330 kg“. Für eine frühe Budgetplanung möchten Nutzer aber wissen, in welcher Größenordnung das Material liegen könnte. Ein einzelner Händlerpreis wäre dafür zu zufällig; ein behaupteter deutschlandweiter Durchschnitt ohne Quelle wäre noch problematischer.
Die BauKalko-Datenbank wählt deshalb einen transparenten Mittelweg: eine kleine, nachvollziehbare Marktstichprobe als Orientierung.
Referenzklasse zuerst definieren
Bevor Preise gesammelt werden, wird festgelegt, welche Produkte ausreichend vergleichbar sind. Beispiele sind „Standard-Gipskarton 12,5 mm“ oder „Laminat 8 mm, Nutzungsklasse 32“. Die Spezifikation steht im Datensatz und wird auf der Website angezeigt.
Produkte mit deutlich anderer Funktion oder Qualität werden nicht einfach in denselben Durchschnitt geworfen. Genau diese Trennung schützt vor scheinpräzisen, aber fachlich wertlosen Mittelwerten.
Einheiten normalisieren
Händler verkaufen in Stück, Paket, Sack oder Liter. Für einen Vergleich werden Preise auf die zum Material passende Einheit umgerechnet: €/m², €/kg oder €/l. Bei einem 30-kg-Sack wird der Endpreis durch 30 geteilt; bei Platten wird Stückpreis durch Plattenfläche geteilt.
Die Rohbeobachtung bleibt mit Produktname und Quelle erhalten, sodass die Normalisierung nachvollziehbar ist.
Mittelwert, Median, Minimum und Maximum
Aus den normalisierten Beobachtungen berechnet BauKalko mehrere Kennzahlen. Der Mittelwert liefert eine intuitive Marktmitte. Der Median zeigt den mittleren Beobachtungswert. Minimum und Maximum bilden die sichtbare Spanne. Zusätzlich wird die Stichprobengröße n angegeben.
Bei drei Beobachtungen darf man keine statistische Repräsentativität behaupten. Deshalb nennen wir die Werte bewusst „Marktstichprobe“ und nicht amtlichen Durchschnitt.
Aktualität und Versionierung
Jede Datenbankdatei trägt Erhebungsdatum und Version. Rechner laden den Datensatz lokal von BauKalko und zeigen den Preisstand. Wird ein Datensatz später aktualisiert, kann die alte Version archiviert werden. So wird Preisentwicklung nicht unbemerkt überschrieben.
Eine künftige serverseitige Datenpflege kann denselben Aufbau weiterverwenden, ohne die Transparenz zu verlieren.
Was bewusst nicht enthalten ist
Versand, regionale Filialpreise, Kundenkarten, Mengenrabatte, kurzfristige Aktionen, Montagematerial und Arbeitslohn werden nicht pauschal eingerechnet. Diese Faktoren sind projektspezifisch. Auch die technische Eignung eines Produkts wird nicht aus dem Preis abgeleitet.
Wenn du einen konkreten Preis kennst, kannst du bei unterstützten Rechnern auf „Eigener Einheitspreis“ umschalten. Das konkrete Angebot ist für dein Budget immer genauer als die Stichprobe.
Qualitätsregeln für neue Datensätze
- Referenzklasse vor der Recherche definieren
- Endpreise und MwSt.-Status dokumentieren
- einheitliche Bezugsgröße herstellen
- Quelle und Produktbezeichnung speichern
- Erhebungsdatum versionieren
- keine Live-Aktualität vortäuschen
- Ausreißer nicht heimlich entfernen
- Grenzen direkt neben dem Ergebnis erklären
Häufige Fragen
Warum nur wenige Händlerbeobachtungen?
Die aktuelle Datenbank ist als transparente Orientierung konzipiert, nicht als repräsentative Marktstatistik. Kleine Stichproben sind vertretbar, solange Umfang und Quellen offen ausgewiesen werden.
Werden Preise automatisch aus Händlerseiten gescraped?
Die aktuelle Version verwendet eine redaktionell dokumentierte Stichprobe. Sie behauptet keine permanente Live-Abfrage.
Kann ich meinen eigenen Preis verwenden?
Ja. Bei unterstützten Rechnern lässt sich die Datenbank durch einen eigenen Einheitspreis ersetzen.
Die Datengrundlage liegt in v1.2 als SQLite-Datenbank vor und wird über eine read-only PHP-API ausgeliefert. Zusätzlich stehen JSON-Fallback, CSV-Snapshot und SQL-Schema zur Verfügung.